Bundesliga-Clubs haben chinesischen Markt im Visier

Die Fußballwelt setzt auf den chinesischen Markt – Ligen aus aller Welt möchten die Herzen der chinesischen Fußballinteressierten erobern und neues Absatzpotenzial ausschöpfen. Die urbane chinesische Bevölkerung zeigt neben der heimischen Fußballliga ein besonders großes Interesse am europäischen Fußball. Von der Begeisterung für den Sport und der damit wachsenden Präsenz möchten auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die Deutsche Fußball Liga (DFL)  und ihre Clubs profitieren.

Eine Befragung von Nielsen Sports unter der urbanen Bevölkerung in China belegt das gestiegene Interesse der Bundesliga im Reich der Mitte. Dr. Jan Lehmann, Geschäftsführer bei Nielsen Sports erklärt anhand dieser Ergebnisse die zunehmende Beliebtheit der deutschen Fußball-Bundesliga in China:

„Von den europäischen Topligen zieht die englische Premier League die meisten Interessenten innerhalb der befragten urbanen chinesischen Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren an. Lediglich die einheimische Super League ist genauso beliebt. Dahinter liegen die Bundesliga, die Serie A und die spanische La Liga auf gleichem Interessensniveau. Die deutschen Clubs arbeiten stark an ihrer Präsenz im Ausland, wobei aus Vermarktungssicht im chinesischen Markt enormes Potenzial gesehen wird.

Weiter geht Lehmann auf die Kooperationsansätze deutscher Clubs ein.

Allen voran geht der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München, der im September vergangenen Jahres ein Büro in Shanghai eröffnet hat, um seine Internationalisierungsstragie in Asien voranzutreiben. Aber auch die Kooperation zwischen dem Hamburger SV und dem Super-League-Club SIPG aus Shanghai auf B2B-Ebene zeigt, wie Bundesligaclubs neues Kapital erhalten. Bei der Zusammenarbeit beider Clubs geht es um Know-how-Austausch vor allem im Nachwuchs-und Trainingsbereich. Zusätzlich ist der Wissenstransfer im Management im Paket verankert, das dem HSV innerhalb von zwei Jahren Erlöse im mittleren siebenstelligen Millionenbetrag verspricht. Von diesem Interesse am deutschen Fußball können auch der DFB und die Nationalmannschaft noch mehr profitieren.“

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