Sponsoring bei Mittelständlern | Markt und Mittelstand

Zahlreiche Unternehmen fördern lokale und regionale Sportvereine sowie soziale Initiativen und Projekte durch Sponsoring und Spenden. Gegenüber dem Magazin „Markt und Mittelstand“ erklärt Nielsen-Sports-Vermarktungsexperte Lars Stegelmann, worauf mittelständische Unternehmen im Sponsoring achten sollten.

Trikotsponsorings sind bei Unternehmen eine beliebte Gelegenheit, um Sportvereine zu unterstützen und nebenbei die eigene Bekanntheit zu steigern. Dieses Marketingtool wird unabhängig vom Profigrad einer Liga eingesetzt, ob in der Bundesliga oder Kreisliga. Ein Engagement unterscheidet sich in erster Linie vom finanziellen Aufwand, den ein Sponsor betreibt – die Relevanz ist dennoch die gleiche.

„Eine Untergrenze, ab der sich ein solches Sponsoring lohnt, gibt es nicht“, sagt Lars Stegelmann, Executive Vice President Commerical Operations bei Nielsen Sports.

Am Beispiel des Vereins Frisch Auf Göppingen zeigt sich, wie Unternehmen die lokale Bekanntheit über ein Sponsoringengagement für sich nutzen können. Das Maschinenbauunternehmen EWS Weigele (EWS) ist mittlerweile Namensgeber der dortigen Handball-Arena und erfreut sich über wachsendes Interesse mit dem Ziel, einem aufkommenden Fachkräftemangel erfolgreich entgegenwirken zu können.

Die Studie „Sponsor-Trend 2017“ von Nielsen Sports zeigt, das Fußball als Sponsoring-Plattform bei den befragten Entscheidern in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach wie vor unangefochten an Nummer eins steht.  Das wichtigste Sponsoringziel ist es laut der Studie, von einer sportinteressierten Zielgruppe wahrgenommen zu werden:  Für 68 Prozent der im Sponsoring aktiven Unternehmen ist die Bekanntheitssteigerung das primäre Ziel, noch vor der Verbesserung des Images.

Stegelmann sagt:

„Außerdem dient ein Sponsoring den Unternehmen zur besseren Kontaktpflege zu Geschäftskunden und im Konsu-
mentenbereich der Kundenbindung. Langfristig geht es um Absatzsteigerung und Umsatzgewinn. Ebenso wichtig: Immer mehr Unternehmen wollen damit aber auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Für B2C-Unternehmen gilt das genauso wie für solche, die eher im B2B-Bereich aktiv sind. Allerdings wird das Engagement häufig nicht wirklich strategisch geplant.“

Der Vermarktungsexperte schlägt mittelständischen Unternehmen genauso wie Global Playern vor, professionell mit klar definierten Zielen und einer ebenfalls professionellen Erfolgskontrolle ein Sponsoring zu planen. Durch den von Nielsen Sports berechneten Return on Sponsorship Investment (ROSI) erhalten Sponsoren wichtige Kennzahlen, anhand derer sie die Wirkung ihres finanziellen Engagements messen und ihre Strategie ausrichten können.

INFO

Der vollständige Artikel wurde bei Markt und Mittelstand veröffentlicht (Veröffentlichung: 10. November 2017)