Adidas ist bekanntester Ausrüster in der Fußball-Bundesliga

Adidas schlägt Nike – zumindest, wenn es um die Bekanntheit der Ausrüster in der Fußball-Bundesliga geht. Das zeigt eine exklusive Umfrage in Deutschland, die Repucom im Auftrag des Sportbusiness-Magazins SPONSORs durchgeführt hat.

Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach kommt auf eine gestützte Bekanntheit von 61 Prozent – nicht verwunderlich, denn die Marke mit den drei Streifen stattet insgesamt fünf der 18 Klubs aus, darunter den Rekordmeister FC Bayern München und Champions-League-Teilnehmer Bayer 04 Leverkusen. Allerdings sagt Adidas zur nächsten Saison „Bye-bye, Bayer“.

Der ärgste Konkurrent, Weltmarktführer Nike, liegt mit 52 Prozent auf Platz zwei. Derzeit laufen vier Teams mit dem Swoosh auf dem Trikot auf – ab nächster Saison gesellt sich der amtierende DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg dazu.

Auf Rang drei der bekanntesten Bundesligaausrüster folgt der zweite Herzogenauracher Konzern, Puma (42 Prozent), die mit Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart zwei Erstliga-Assets im Portfolio haben. Neben den Platzhirschen folgen Kappa (Bekanntheit von 28 Prozent), Jako (19 Prozent), Erima (9 Prozent) und Lotto Sport Italia, mit 8 Prozent am Ende der Rangliste.

Trend Positives | Fan DNA segment

Gestützte Bekanntheit von Sportartikelherstellern
als Ausrüster in der Fußball-Bundesliga

Adidas

Gestützte Bekanntheit: 61%

Nike

Gestützte Bekanntheit: 52%

Puma

Gestützte Bekanntheit: 42%

Kappa

Gestützte Bekanntheit: 28%

Jako

Gestützte Bekanntheit: 19%

Erima

Gestützte Bekanntheit: 9%

Lotto Sport Italia

Gestützte Bekanntheit: 8%

Insgesamt investieren die sieben aktuellen Ausrüster in dieser Saison rund 100 Mio. Euro in die 18 Bundesligaklubs. Diese Summe wird wohl steigen, denn nie war der Wettbewerb unter den Sportartikelherstellern so groß wie heute.

Die umsatzstärksten Sportartikelhersteller werden sich noch stärker auf die absoluten Top-Assets weltweit konzentrieren. Dadurch werden sich die kleineren Wettbewerber die weiteren Fußballteams untereinander aufteilen.

Beispiel Under Armour: Die Nummer zwei im US-Markt steigert seinen Umsatz im Rekordtempo. Ab der nächsten Saison statten die US-Amerikaner den Hamburger Kultklub FC St. Pauli aus, in der ersten Liga ist (noch) kein Mandat abgeschlossen.

Dagegen peilt New Balance laut Deutschland-Chef Jürgen Konrad erst 2017 einen Einstieg bei einem deutschen Profiverein an (Quelle: HORIZONT 33/2015). International ist man unter anderem beim Klopp-Klub FC Liverpool sowie beim FC Sevilla und FC Porto als Ausrüster aktiv.

Abseits der Bundesliga steht derweil ein erbitterter Kampf zwischen Adidas und Nike um den Ausrüstervertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund an, der 2018 ausläuft. Wir können gespannt sein, welcher der beiden Giganten dort das Rennen für sich entscheidet…