Darauf kommt es bei der Vermarktung von Fußballern an | W&V.de

Kurz vor der UEFA EURO 2016 versuchen sich Marken durch ihre Werbekampagnen in Szene zu setzen und von der Konkurrenz abzusetzen. Natürlich dürfen dabei die wichtigsten Protagonisten – die Fußballprofis selbst – als Testimonials nicht fehlen. Repucom-Experte Lars Stegelmann hat mit der Onlineredaktion der W&V über die Vermarktung der Athleten gesprochen.

Eigene Modelabels, Produktlinien mit Sportartikel-Ausrüstern oder klassische Werbespots für Sponsoren – viele Fußballprofis profitieren von ihrem sportlichen Erfolg auch abseits des Platzes. Aufgrund ihrer exponierten Stellung in der Gesellschaft und der damit verbundenen Wirkung auf Konsumenten sind sie bei Marken beliebte Testimonials.

Lars Stegelmann | RepucomLenken die Werbeverträge von der sportlichen Karriere ab? Lars Stegelmann, Executive Vice President Commercial Operations bei Repucom, sagt dazu:

„Fußballprofis betreiben den Sport als Beruf und die eigene Vermarktung hat sicherlich kommerzielle Interessen. Zudem muss man sich vor Augen halten, dass die Phase, in der sie diesen Beruf ausüben können, zeitlich begrenzt ist.“

 

In der abgelaufenen Saison stand vor allem Mario Götze im Mittelpunkt – hatte er sportlich beim FC Bayern München doch wenig Grund zur Freude. Seiner Aktivität in den sozialen Medien und für einige seiner Sponsoren tat das jedoch keinen Abbruch. Dafür wurde er in der Öffentlichkeit oftmals kritisiert – laut Repucom-Experte Stegelmann aber zu unrecht:

„Mario Götze hatte bereits am Anfang seiner Karriere einen riesigen sportlichen Erfolg und er hat mit seinen 23 Jahren das Recht, einiges auszuprobieren. Götze fällt mit seinem Alter selbst noch in die Zielgruppe, die er mit dem Großteil seiner beworbenen Produkte anspricht. Insofern ist das Austesten von Grenzen der Selbstdarstellung nichts Ungewöhnliches, auch nicht für einen Profifußballer.“

Sein Rat an den WM-Helden:

„Er muss einfach seine Persönlichkeit entwickeln, wie andere Menschen auch. Es geht wie immer darum, ein gesundes Maß zu finden. Und warum sollte ein Mario Götze nicht das Recht haben, von dieser Lebensphase, in der er sich gerade befindet, maximal zu profitieren?“


Den gesamten Artikel lesen Sie bei wuv.de (Veröffentlichungsdatum: 01.06.2016)