Formel 1: Neues Vermarktungspotenzial durch digitale Kanäle

Neuer Schwung für die Formel 1: Nachdem Bernie Ecclestone die Geschichte der Königsklasse im Motorsport über Jahrzehnte hinweg geprägt hat, ist mit dem neuen Eigentümer Liberty Media eine neue Ära angebrochen. Das amerikanische Medienunternehmen will das Interesse an der Formel 1 weiter hoch halten – und zudem eine junge Zielgruppe ansprechen, um die Zukunft der Rennserie zu sichern. Das soll durch den verstärkten Einsatz von digitalem Content gelingen. 

Neue digitale Rechtepakete und relevanter, exklusiver Content sind Möglichkeiten, um den Zuschauern das Entertainment-Erlebnis Formel 1 noch näher zu bringen. Im Zuge dieser Liberalisierung für digitalen Content ergeben sich auch neue Potenziale in der Vermarktung dieser Kanäle. Friedhelm Lange, Motorsport-Experte von Nielsen Sports, erklärt die neuen Möglichkeiten:

„Erst Ende 2015 war die Stimmung rund um die Formel 1 in der Außenwahrnehmung gemischt. Dass das Interesse trotz medialer Kritik aber immer noch positiv zu bewerten ist, zeigt ein Vergleich mit anderen Sportarten. Die Formel 1 zählt im Interessensranking in den fünf europäischen Top-Märkten mit Ausnahme von Frankreich immer zu den Top-5-Sportarten.“

Über das Content-Management der neuen Eigentümer sagt Lange:

„Liberty wird sich gut überlegen, wie sie mit den Inhalten umgehen. Wir werden aber ganz bestimmt eine größere Vielfalt an Kanälen und auch an Themen erleben.“

Zusätzlich sieht der Nielsen-Sports-Experte weitere Potenziale in der Vermarktung. Diese sollten werbungtreibende Marken für ein zielgruppengerechtes Storytelling nutzen:

„Ich glaube, dass es mit Liberty eine weitere Stufe in der Kommerzialisierung der Formel 1 geben wird – indem die Bewegtbild-Clips in den neuen Kanälen zunehmend als Pay-Content angeboten werden und digitale Rechte für Rennställe gelockert werden, um deren Partnern mehr Vermarktungsmöglichkeiten zu bieten.“

Der vollständige Artikel ist am 23.03.2017 bei SPONSORs.de erschienen.