Wirtschaftliche Folgen für Klubs bei Bundesliga-Abstieg | NDR 1 Niedersachsen

Jan Lehmann | Repucom

Dr. Jan Lehmann, Managing Director Repucom Deutschland

 

 

Im Endspurt der Fußball-Bundesliga steht nicht nur das sportliche Schicksal der Profivereine auf der Kippe: Auch aus wirtschaftlicher Sicht haben die Bundesligaklubs eine enorme Bedeutung für die Städte und Regionen und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden.


Jan Lehmann spricht mit Kristoffer Klein im NDR 1 Niedersachsen über die wirtschaftlichen Folgen für Klubs bei einem Bundesliga-Abstieg. Mit einem Klick auf den Play-Button können Sie die Audiodatei anhören.

Jan Lehmann im Interview mit dem NDR Hörfunk

Im Endspurt der Fußball-Bundesliga steht nicht nur das sportliche Schicksal der Profivereine auf der Kippe: Auch aus wirtschaftlicher Sicht haben die Bundesligaklubs eine enorme Bedeutung für die Städte und Regionen und sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden.

Jan Lehmann, Managing Director bei Repucom Deutschland, analysiert im Gespräch mit Kristoffer Klein (NDR) die wirtschaftlichen Folgen bei Abstieg für einen Bundesligaklub.

Wenn ein Verein absteigt, betrifft das natürlich alle wirtschaftlichen Bereiche, also von den Spieltagseinnahmen und Ticketeinnahmen über die Werbeerlöse von Sponsoren bis hin zu den Medienerlösen.

Laut Lehmann kann das für eine Region bedeuten, dass der Wirtschaftsbeitrag eines solchen Bundesligaklubs zwischen 50 und mehreren hundert Millionen Euro betragen kann.

„Dabei werden die direkten Effekte bis hin zu den induzierten Effekten – sprich: dem berühmten Gastronom an der Ecke und dem Geld, das die Gästefans dort lassen, mit berücksichtigt. Erfahrungsgemäß sinkt diese regionale Wertschöpfung bei einem Bundesligaklub im Falle eines Absteigs um 30 bis zu 50 Prozent.

Insgesamt glaubt Lehmann, dass es bei der Frage, wie Hannover 96 den Abstieg wirtschaftlich verkraftet, darauf ankommt, wie in den letzten Erstliga-Jahren gewirtschaftet wurde:

„Ein Abstieg bedeutet heute nicht zwangsläufig den Ruin. Es kommt darauf an, wie gut man mit der neuen Einnahmesituation arbeitet. (…) Grundsätzlich kommt es darauf an, wie viele Rücklagen vorhanden sind; ob man so ein Zweitliga-Jahr mit deutlich geringeren Einnahmen gut meistern kann; ob man in der Lage ist, die Kosten relativ flexibel zu reduzieren.“


Der komplette Beitrag erscheint mit freundlicher Genehmigung des NDR 1 Niedersachsen / Kristoffer Klein. Mit einem Klick auf den Play-Button können Sie die Audiodatei anhören.