Mercedes-Saison 2013 kostet Daimler 60 Millionen

Das Mercedes-Team hat den Grundstein für die derzeitigen Erfolge, die am vergangenen Wochenende in Sotschi mit dem Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft gekrönt wurden, bereits in 2013 gelegt. Vor allem für die Daimler AG ergab sich hier ein lukratives Geschäft, wie Repucom anhand der Analyse des globalen Werbegegenwertes aufzeigt.

Die Geschäftsbilanz der Silberpfeile für das vergangene Jahr wurde mit Spannung erwartet. Nun sind die Zahlen beim britischen Handelsregister hinterlegt und öffentlich einzusehen. Die Firma Mercedes-Benz Grand Prix (Chassis) in Brackley gab im Jahr 2013 184 Millionen Britische Pfund (umgerechnet 231 Millionen Euro) aus, Mercedes AMG High Performance Powertrains (Antrieb) in Brixworth 122 Millionen Pfund (152 Millionen Euro). Während in der Fabrik in Brackley die Formel-1-Silberpfeile gebaut werden, befindet sich am Standort Brixworth unter anderem die Entwicklung und Herstellung der Antriebe für Mercedes, McLaren und Force India (Stand 2013).

20-facher Return für jeden eingesetzten Euro

An der Daimler AG blieb von den Gesamtkosten nur ein Bruchteil hängen, nämlich ein Betrag von rund 60 Millionen Euro. Dafür bekommt der deutsche Automobilhersteller aber einen enormen globalen Werbegegenwert. Beispiel: Alleine die TV-Präsenz der Marke Mercedes und seiner wichtigsten Partner vom ersten Rennen bis zur Sommerpause 2014 entspricht laut Marktforscher Repucom knapp 1,2 Milliarden Euro.

„Das Ziel ist, dass der Beitrag von Daimler jedes Jahr kleiner wird“, erklärt Mercedes-Sportchef Toto Wolff gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘. „Das ultimative Ziel ist, für Daimler kostenneutral zu werden.“ Und weiter: „Das ist eine wichtige Botschaft, denn man hört all diese verrückten Zahlen, Budgets von 180, 200 Millionen. Aber dann sieht man, was der tatsächliche Beitrag des Mutterkonzerns ist. Das Refinanzierungsmodell funktioniert.“

Als Weltmeister fließt noch mehr Geld

Erfolg führt freilich auch zu gesteigerten Kosten, durch Bonuszahlungen für Fahrer, Mitarbeiter und das Teammanagement. Wolff bestätigt: „Es kostet mehr, Weltmeisterschaften zu gewinnen, aber wenn man es aus Daimlers Perspektive betrachtet, dann sind die Kosten für das, was sie an Gegenwert bekommen, sehr niedrig.“ Und Erfolg hat noch einen Nebeneffekt: Die hochdotierten Sponsorenverträge, etwa mit Petronas, wurden allesamt verlängert.

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