Neue Chancen für Sponsoren im Radsport | DIE WELT

Aus deutscher Sicht ist die Tour de France das weltweite Aushängeschild für den Radsport. Vor der 102. Ausgabe des Rundfahrtklassikers erläutert Stephan Schröder, Managing Director DACH und Radsportexperte bei Repucom, bei WELT.DE das steigende Radsportinteresse in Deutschland und die Chancen für Unternehmen, als Sponsoren in die Sportart einzusteigen.

Stephan Schroeder | RepucomMut macht das steigende Interesse am Radsport in Deutschland. Während im Mai 2014 nur 19 Prozent der befragten Deutschen angaben, „sehr interessiert“ oder „interessiert“ am Radsport zu sein, waren es im Mai 2015 wieder 24 Prozent. Schröder bewertet diesen Anstieg positiv – nicht nur aus Zuschauersicht, sondern auch für Teams und sponsernde Unternehmen:

„Es ist noch kein Trend. Aber aus Erfahrung würde ich sagen: Da kommt ein Trend.“

Der Anstieg des Interesses geht natürlich einher mit den aufstrebenden deutschen Fahrern. John Degenkolb etwa gewann in diesem Jahr die Radsportklassiker Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix.

„In der Marktforschung gibt es erste kleine Anzeichen für einen Aufschwung. Wir erkennen bereits, dass durch Topradsportler wie Marcel Kittel, Degenkolb und Tony Martin wieder verstärkt in den deutschen Medien berichtet wird“.“

Schröders Prognose bestätigte sich während der diesjährigen Tour de France, als die deutschen Fahrer der Tour ihren Stempel aufdrücken konnten: Tony Martin schied unglücklich verletzungsbedingt als Gesamtführender aus, Simon Geschke konnte eine Bergetappe für sich verbuchen, John Degenkolb gehörte zu den drei besten Sprintern und André Greipel krönte seine vier Tagessiege mit dem Gewinn der prestigeträchtigen Schlussetappe auf den Champs-Élysées in Paris.

Neue Chancen für Sponsoren

Auch für Unternehmen sieht Radsportexperte Schröder Chancen. Beispielsweise sponsert das bayrische Küchenbauunternehmen Bora das Radsportteam „Bora-Argon 18“, das bei der Tour de France dank einer Wildcard an den Start gehen durfte. Nicht nur für kleine Unternehmen kann sich laut Schröder ein Sportsponsoring abseits der großen Bühne Fußball lohnen, denn die Preise für Sponsoring-Engagements seien aufgrund der derzeitigen Marktposition des Radsports vergleichsweise gering:

„Diese Ausgangslage vereinfacht den Einstieg als Sponsor für ein Unternehmen. Es kann durch sein Engagement viel zur positiven Imagebildung von Teams und Fahrern beitragen.“

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