Potenzial durch Sponsoring im Radsport

Die Tour de France 2017 startet in Düsseldorf, die Deutschland-Tour soll wieder ins Leben gerufen werden und deutsche Firmen engagieren sich als Radsport-Sponsoren: Trotz aller kritischen Töne scheint der Radsport als Sponsoringplattform wieder attraktiv zu sein. Nielsen-Sports-Experte Lars Stegelmann erläutert, weshalb Unternehmen von einem Engagement im Radsport profitieren können.

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Das Kosmetik- und Pharmaunternehmen Dr. Wolff hat gerade erst sein Titelsponsoring beim russischen Radsportteam Katuscha bekanntgegeben, nachdem das vorherige Mandat beim bisherigen Team Giant-Alpecin nicht verlängert wurde. Währenddessen bereitet sich die Stadt Düsseldorf auf die Ausrichtung des Grand Départ zum Start der Tour de France 2017 vor. Lars Stegelmann, Executive Vice President Commercial Operations bei Nielsen Sports erläutert im Handelsblatt (Ausgabe Nr. 197, 12. Oktober 2016, S. 44), warum die Sportart für Investoren attraktiv ist:

„Die Beliebtheit des Radsports in der breiten Bevölkerung ist für Unternehmen ein fruchtbarer Boden, weiterhin interessiert sich etwa ein Viertel für die Sportart. Der Wiedereinstieg der ARD in die Berichterstattung zur Tour de France vor einem Jahr hat dem Radsport hierzulande wieder zu einer größeren Medienpräsenz verholfen. Die Ausrichtung des Grand Départ im nächsten Jahr durch die Stadt Düsseldorf und der geplante Neustart der Deutschland-Tour werden den Radsport hierzulande wieder auf eine Ebene hieven, die dem Anspruch eines der größten deutschen Sportverbände entspricht.“

Auch die Athleten selbst stehen für einen Aufschwung im Radsport hierzulande und machen laut Stegelmann das Umfeld für werbende Marken interessant:

„Es gibt einige einheimische Fahrer, die um Tages- und Gesamtsiege fahren. Ein Unternehmen kann als Partner daher in der derzeitigen Marktposition der Sportart viel zur positiven Imagebildung von Teams und Fahrern beitragen. Ein Einstieg als Sponsor in den Profiradsport ist aktuell noch für Marken zu vergleichsweise geringen Preisen möglich. Als strategischer Partner eines Radsportteams oder -events gibt es vielfältige Möglichkeiten, langfristig in Bereichen wie etwa der Nachwuchsarbeit oder der technischen Entwicklung die Sportart voranzutreiben, um über die mediale Sichtbarkeit hinaus Mehrwerte für die eigene Marke zu generieren.“

Nicht zuletzt die mediale Berichterstattung sorgt für zusätzlichen Schwung und gibt Marken einen Mehrwert für ihre Investitionen:

„Dank der umfassenden Berichterstattung erhält man als Sponsor nicht nur national, sondern auch international eine hohe mediale Sichtbarkeit. Für Marken mit internationalen Absatzmärkten ist das ein wichtiger Aspekt. Daneben sind in Deutschland die Radsportinteressierten und aktiven Radsportler selbst eine spannende Zielgruppe: Sie haben eine positive Einstellung gegenüber Sportsponsoring und ein starkes Interesse an Produkten der sponsernden Marken. Für Sponsoren gibt es hier also ein enormes Potenzial, um ihr Engagement wirkungsvoll zu aktivieren – und das über alle Medienkanäle hinweg.“