Darum lohnt sich das Sponsoring einzelner Radsportler

Der Grand Départ der Tour de France 2017 sorgte trotz rheinischen Regenwetters für einen starken Besucherandrang an den Straßen Düsseldorfs. Nicht nur die bisherigen Etappensiege von Marcel Kittel (Team Quick-Step Floors) sorgen zudem für Begeisterung der deutschen Radsportfans vor den Fernsehern beziehungsweise Online-Livestreams. Diese Erfolge machen Kittel natürlich für Sponsoren interessant.

Im Gespräch mit der Sportbusiness-Webseite ISPO.com erläutert Stephan Schröder, Deutschland-Geschäftsführer von Nielsen Sports, wie werbende Unternehmen nicht nur als Teampartner, sondern auch als Sponsor einzelner Fahrer von einem Engagement im Radsport profitieren können.

 

Millioneneinnahmen wie in der Hochzeit des Radsports in Deutschland Ende der 1990er Jahre winken den Spitzenfahrern in Deutschland allerdings nicht. Schröder sagt:

[pulllquote]“Unseren Analysen zufolge liegen die Einnahmen einzelner deutscher Topfahrer im niedrigen sechsstelligen Bereich. Ihre Sponsoren sind neben den Teampartnern vor allem kleinere regionale Sponsoren oder Ausrüster.“[/pulllquote]

Laut dem Vermarktungsexperten von Nielsen Sports kann das individuelle Sponsoring einzelner Athleten – und hier vor allem der Topstars, die um Titel und Tagessiege fahren – für werbende Marken vielversprechend sein, vor allem für solche mit internationalen Vertriebs- und Kommunikationszielen:

[pulllquote]“Denn bei den großen Events, zum Beispiel der Tour de France, erhält man eine globale Medienberichterstattung.  Die mediale Inszenierung bei Rennen zielt vor allem auf den sportlichen Wettkampf zwischen einzelnen Fahrern ab, etwa bei Bergetappen oder im Zielsprint. Erst nachgelagert geht es um deren Zugehörigkeit zu einem bestimmten Team.“[/pulllquote]

Die mediale Sichtbarkeit eines Sponsors ist dank einer stärker werdenden Social-Media-Kommunikation ein nicht zu unterschätzender Werttreiber. Diese Medienpräsenz können Sponsoren durch die richtige Aktivierungsstrategie für sich nutzen:

[pulllquote]“Die Bilder eines Fahrers auf dem Siegerpodest erreichen auch dank digitaler Kanäle eine enorme Verbreitung. Das Einbinden der Spitzenfahrer in die Sponsoringaktivierung hilft sowohl dem Athleten als auch der Marke dabei, ihre Bekanntheit in der positiv eingestellten Zielgruppe der Radsportinteressierten zu steigern.“[/pulllquote]

Schröder wagt einen Blick in die Zukunft, was das Radsportinteresse hierzulande angeht:

[pulllquote]“Die deutschen Fahrer Marcel Kittel, André Greipel, John Degenkolb und Tony Martin gehören zur Weltspitze und fahren um Tagessiege mit. Für das Radsportinteresse in Deutschland wäre es aber noch förderlicher, wenn wieder ein Athlet eine realistische Chance hätte, eine der großen Rundfahrten zu gewinnen.“[/pulllquote]

 

INFO

Den vollständigen Artikel lesen Sie bei ISPO.com (Veröffentlichungsdatum: 14.07.2017).