Rugby-WM im Schatten der deutschen Sportwelt | WELT.DE

Würde man den deutschen Sportfan fragen welches das größte Sportereignis dieses Jahres ist, er würde mit großer Sicherheit nicht die Rugy-Weltmeisterschaft in England nennen. Bis auf BMW, DHL und Adidas, die mit großen Summen in das Turnier investieren, reagiert die deutsche Sponsorenlandschaft wie der deutsche Sportfan zurückhaltend und ignoriert das Event und dessen zahlungskräftige Kundschaft weitestgehend.

Bisher haben nur wenige deutsche Firmen das Potenzial populärer Sportarten im Ausland erkannt und investieren lieber in national starke Sportarten wie Fußball oder Motorsport. Dabei verpassen sie große globale Aufmerksamtkeit, denn die Rugby-Weltmeisterschaft ist das zweitgrößte Sportevent der Welt und bietet im Vergleich zum Fußball moderate Werbepreise.

Repucom Experte Andreas Ullmann, Director Consulting & Business Development, erklärt bei WELT.DE die Attraktivität und die Zielgruppen, die populären Sportarten wie Rugby im Ausland mit sich bringen:

„Aus der Zielgruppe der Rugby-Fans kommen viele als potenzielle BMW-Käufer infrage“

Der bayerische Autobauer macht sich die große mediale Reichweite weltweit zunutze und engagiert sich bei vier der erfolgreichsten Rugby-Nationalteams. Auch der Logistikriese DHL hat die Attraktivität dieser Sportart und seine globale Bedeutung erkannt und ist zum zweiten Mal Hauptsponsor bei der Rugby-WM.

Doch Unternehmen, die ein Sponsoring in Betracht ziehen, sollten nicht zu lange zögern. Denn Rugby ist eine der am schnellsten wachsenden Sportarten, bei der zwangsläufig auch die Werbepreise ansteigen werden. Einen weiteren Grund für das Preiswachstum kennt Repucom-Experte Ullmann:

„Vor allem die Tatsache, dass es Rugby zurück ins olympische Programm geschafft hat, spricht für noch mehr Aufmerksamkeit“

Welche deutschen Unternehmen das Auslandssponsoring für sich entdeckt haben und welche weitere Sportart durch ihr Milliardenpublikum eine lukrative Werbeplattform ist, lesen Sie auf WELT.DE .