Siegesfeier ein Traum für DFB-Sponsoren

FootballTrophy World CupDer Triumph der Nationalelf bei der Fußball-WM erhöht den Puls der DFB-Sponsoren: Sie freuen sich über Werbewerte in Millionenhöhe. Doch der DFB will auch etwas vom Kuchen abhaben. Repucom-Experte Veit Wolff in der Stuttgarter-Nachrichten.de über den Werbewert des WM -Triumphs für Verband und Sponsoren.

Siegesfeier ein Traum für DFB-Sponsoren

Für die Sponsoren der DFB-Elf war bereits die Siegesfeier eine Werbebühne, wie sie im ­Lehrbuch steht. „Der ­geschätzte Werbewert ­bewegt sich im ­zweistelligen Millionenbereich“, sagt Sponsoring-Experte Veit Wolff vom Beratungsunternehmen Repucom. „Die ­Stimmung und das Umfeld ­waren überaus positiv, trotz der ­Diskussionen um den ­Gauchotanz – ein Traum für ­jeden ­Sponsor.“ Zwar beschreibt der Werbewert nur eine ­geschätzte Größe. Er berechnet sich nach dem Geldbetrag, den ein Unternehmen im gleichen Werbeumfeld für TV-Spots ­ausgeben müsste, um eine ähnlich lange Sichtbarkeit bei den Zuschauern zu ­erzielen. Dennoch gibt die Zahl eine ­Vorstellung davon, wie sehr Mercedes und die ­anderen Sponsoren vom deutschen WM-Titel ­profitieren.

DFB bei Sponsoring-Einnahmen nur im Mittelfeld

Sponsoring-Experte Veit Wolff hält es durchaus für realistisch, dass die ­Nationalelf ihre ­„glänzende Perspektive und ihre ­Vorbildfunktion in Geld umwandelt“. Der DFB nimmt pro Jahr geschätzte 60 Millionen Euro an ­Sponsorengeldern ein. Rund die Hälfte ­davon kommt von Adidas und Mercedes. Was ihre Sponsoring-Einnahmen ­betrifft, bewegt sich die DFB-Auswahl damit ­allenfalls im oberen Mittelfeld der Nationalteams der Welt. Das sportlich weniger ­erfolgreiche England liegt hier beispielsweise deutlich vor den Deutschen: Die englische Football ­Association erhält von ihren Partnern ­jährlich 77 Millionen Euro. Das französische Nationalteam kassiert ­allein vom Ausstatter Nike 40 Millionen Euro im Jahr.

Der DFB will sich künftig auch bei seinem ­Ausrüstervertrag an die Weltspitze setzen. Gut möglich also, dass der Verband bald bei ­Adidas in Herzogenaurach ­vorstellig wird, um neue Verträge auszuhandeln. Zumal der DFB bei den letzten ­Verhandlungen den Franken den ­Vortritt gegenüber der ­Konkurrenz aus den USA gelassen hat. ­„Nike hätte gerne den DFB ausgestattet und hat laut ­Medienberichten für den jetzt ­gültigen Sponsoring-Vertrag mehr geboten, als ­Adidas jetzt zahlt. Trotzdem gab der DFB Adidas am Ende den Zuschlag“, sagt Veit Wolff von Repucom.

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