SPORTSPRO DESTINATIONS REPORT 2014 – A GLOBAL OFFERING

Paterson-JamesSportsPro sprach mit James Paterson, Director der Government, Tourism & Event (GTE)-Abteilung von Repucom. Paterson gab Einsichten zu seiner Abteilung, die aktuell unter der Marschroute „A global offering“ fungiert. Er diskutierte sowohl die  Entwicklung der GTE-Abteilung als auch ihre Pläne, ihre Zukunft und die Vorteile durch die globale Expertise aus dem gesamten Repucom-Netzwerk. Das Interview wurde im SportsPro Destination Report 2014 veröffentlicht:

Warum wurde die Abteilung  Government, Toursim & Event (GTE) ins Leben gerufen?

Ich kam im Juni 2012 nach Europa um die Abteilung GTE für Repucom aufzubauen. Bevor ich mich Repucom anschloss war ich fünf Jahre Abteilungsleiter für Strategie, Einsicht und Recht bei Event New South Wales, der heutigen Destination New South Wales –  gewissermaßen Sydney’s Event und Tourismus Amt.  Der Grund, warum Repucom dieses Gebiet als Schlüsselgebiet identifiziert hat, ist, dass niemand auf dem gesamten Markt ein Musterprodukt zur ganzheitlichen Auswertung von Großveranstaltungen anbieten konnte.  Veranstalter konnten weder eine Impact Analyse zu den Einflüssen ihrer Veranstaltung auf globaler Ebene noch einen Leitfaden zur Maximierung ihrer Ergebnisse erhalten. Repucom nahm sich diesem Problem an und kam schnell zu dem Schluss mit der Government, Tourism & Event-Abteilung einen neuen Geschäftsbereich zu entwickeln.

Was unterscheidet eine gute Stadt von einer großartigen Stadt, wenn es um die Politik bei Großveranstaltungen geht?

In Zukunft werden sehr gute Städte einen vorgeplanten Eventkalender haben, der nicht nur an die lokalen Einwohner kommuniziert wird sondern auch in den jeweiligen Schlüsseltourismusgebieten beworben wird. Diese Städte werden verlässliche, best practice Evaluationssysteme für Großveranstaltungen haben, die es ihnen ermöglichen alle wichtigen Erfolgsfaktoren zu messen und damit direkte Eventvergleichbarkeit herzustellen. Es wird komplexe Systeme für Risiko-Management und Vorgänge zur Minimierung dieser Risiken geben.  Sehr gute Städte werden ihre vertraglichen Systeme nutzen – ich habe Recht studiert, weshalb dies eines meiner Kernkompetenzen darstellt – um sicherzustellen, dass alle wichtigen Punkte der Planung und Organisation abgedeckt sind und eine Gewinnmaximierung bei allen Events gewährleistet ist. Zum Beispiel: Wenn ein Event-Veranstalter sagt, dass 20.000 internationale Besucher den Veranstaltungsort besuchen werden, wird dieser auf vertraglicher Basis genutzt um eine vorbestimmte Leistungskennzahl anzugeben – die Verträge dienen den Städten also als Sicherheit um die versprochene Leistung des Veranstalters im Notfall rechtlich eintreiben zu können.  Ein anderer entscheidender Punkt ist, dass diese Städte die Unterstützung des gesamten öffentlichen Apparats sichergestellt haben. Ohne Unterstützung durch die Polizei oder den Transport-Sektor kann die Austragung eines Events sehr problematisch werden. Es ist entscheidend, dass die übergeordneten Levels der Politik verstehen wie weitreichend Vorteile der Events sind und wie hieraus auch auf globaler Ebene Nutzen für das Austragungsgebiet gezogen werden kann. Städte, die sich um Eventaustragungen bemühen, sollten Zugänge für Rechte-Halter erleichtern und die Attraktivität des Standorts aus Veranstaltersicht steigern.  Diese Annäherungen an die Veranstalter werden in ihrer Wirkung meist unterschätzt, doch führen sie zu einem unterstützenden Zusammenarbeiten und dadurch zu erfolgreicheren Events. Der Event-Besitzer wird den Event nicht in ihre Region bringen, wenn es sich dort nicht vermarkten lässt oder monetäre Gewinne ausbleiben. Unsere neusten Forschungen zeigen, dass es absolut notwendig ist  mit lokalen Einwohnern in Kontakt zu treten. Nur so wird es möglich zu verstehen welche Events auf Interesse in der Bevölkerung stoßen und wofür die Steuerzahler gerne und zuversichtlich ihre Beiträge zahlen. Informationen zu all diesen Vorgängen und Vorabplanungen erarbeiten und vermitteln wir bei GTE.

Lesen Sie hier das komplette Interview mit James Paterson

James Paterson diskutierte die Zukunft von Canberra, der Hauptstadt Australiens, in Bezug auf Schlüsselfaktoren wie globales Marketing, mediale Einflüsse, Tourismus, Sponsoring und mehr:

„Die ACT-Regierung hat vertraglich mit Repucom vereinbart, dass sowohl ganzheitliche Einflüsse des gesamten Event-Portfolios als auch die Unterstützung der Bewohner Canberras für die zukünftigen Events festgehalten und messbar gemacht werden. Das finale strategische Motiv war den ACT mit konsistenten und objektiven pre- und post-Eventdaten zu versorgen, um eine Gesamtbetrachtung der Events auf objektiver Basis zu ermöglichen“

Lesen Sie hier mehr zu Repucom’s strategischem Ausblick für Canberra