Tour de France – Mittelfristig wieder ein großes deutsches Team

Repucom - Tour de FranceUlrich Lacher, Global Director Enterprise Services, gibt in The Wall Street Journal eine Einschätzung über die aktuelle Situation des Sponsorings bei der Tour de France. Dabei geht Lacher auf die Möglichkeit einer neuen großen deutschen Tour Mannschaft sowie die Möglichkeiten der Positionierung durch ein Sponsoring bei der prestigeträchtigen Rundfahrt ein. Der komplette Artikel von Manuel Heckel und Thomas Mersch kann auf The Wall Street Journal nachgelesen werden: Tour der Leiden – Der Radsport versucht den Neuanfang. Auszug des Artikels:

„Noch traut sich niemand, die Nachfolge von Deutsche Telekom, Gerolsteiner oder Milram anzutreten, die früher mit großen Summen prominent Radteams auf Weltklasseniveau unterstützten. Ulrich Lacher, Global Director Enterprise Services bei der Sponsoringberatung Repucom, sieht jedoch inzwischen beträchtliche Chancen: „Im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es derzeit wenig Vergleichbares“, sagt er. „Als Toursponsor im Radsport gibt es nur acht oder zehn Möglichkeiten mit einer vergleichbaren Media-Durchdringung. Für den, der auf Markenbekanntheit setzt, ist das schon ein Pfund. Es gibt auch keine andere Sportart, deren Premiumevents europaweit so ausnahmslos im frei empfangbaren TV gezeigt werden.“

In Deutschland jedoch berichtet nur noch Eurosport in Echtzeit über die Tour, nachdem sich ARD und ZDF im Jahr 2011 endgültig aus der Live-Berichterstattung verabschiedet haben. „Der Sender hat erheblich profitiert“, sagt Lacher, „ein Grundinteresse ist also vorhanden“. Der Spartensender überträgt jeden Tag mehrere Stunden täglich live aus Frankreich, insgesamt räumt er während der drei Wochen 350 Sendestunden für die große Schleife frei. Auch in diesem Jahr meldet Eurosport ordentlichen Zuspruch für Live-Übertragungen in Deutschland. Durchschnittlich schalteten knapp 350.000 Zuschauer ein.

Die bislang höchsten Werte erreichte Eurosport am vergangenen Sonntag: Bis zu 940.000 Zuschauer schauten zu, als Tony Martin nach einer Alleinfahrt über fast 60 Kilometer durch die Vogesen am Ende triumphierte. Auch in der Vermarktung stimmen die Ergebnisse: Die Werbeblöcke im Live-Umfeld sind laut Eurosport fast komplett ausgebucht. Zu den Werbepartnern gehören neben offiziellen Tour-Sponsoren wie Skoda oder Festina auch Marken aus dem engeren Radsportumfeld und einige Teampartner.

Sponsoring-Experte Lacher geht davon aus, dass es in den nächsten Jahren ein Umdenken bei ARD und ZDF geben könnte: „Wenn es keine größere Dopinggeschichte gibt, dann werden auch die öffentlich-rechtlichen Sender wieder ausführlicher und live berichten – vorausgesetzt, dass die deutschen Sportler weiter so erfolgreich fahren.“ Als große Gewinner könnten dann die deutsche Unternehmen vorneweg fahren, die schon jetzt ein Engagement im Profiradsport etablieren. „Wenn es dann gelingt, einen Boom auszulösen, dann können alle Kommunikationskanäle genutzt werden“, sagt Lacher.“


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