Trikotärmel-Vermarktung in der Bundesliga | FAZ

Bislang fand ausnahmslos das Logo des Logistikkonzerns Hermes Platz auf den Trikotärmeln der 36 Fußball-Bundesligisten. Zu Beginn der Saison 2017/18 können die Clubs die Fläche allerdings in Eigenregie vermarkten, die Trikotärmel-Zentralvermarktung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) endet dann. Dr. Jan Lehmann, Geschäftsführer von Nielsen Sports, erläutert im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) die Herausforderungen der individuellen Vermarktung.

Dr. Jan Lehmann | Nielsen SportsZwar winken auf den ersten Blick den Fußballclubs Mehreinnahmen, wenn sie die Werbefläche selbständig vermarkten dürfen. Doch nur wenige Vereine haben bereits einen Partner gefunden.

Dr. Jan Lehmann, Geschäftsführer von Nielsen Sports, sagt im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ):

„Die Werbefläche auf dem Ärmel hat nicht nur eine hohe mediale Wertigkeit, sie bringt einen Sponsor auch buchstäblich in die Nähe zu Spielern und Mannschaft. Diesen Zugang haben bisher nur Ausrüster und Brustsponsor.“

Zwar würden die jeweiligen Werbepartner mit dem Trikotärmel über eine exponierte Position verfügen. Die Möglichkeit der individuellen Vermarktung wirft zugleich auch neue Fragen auf. Der Nielsen-Sports-Berater Lehmann sagt:

„Weil dieses Recht in der Fußball-Bundesliga bisher zentral vermarktet wurde, fehlt häufig die Information über die Wertigkeit, insbesondere die des Ärmels bei einem einzelnen Club. Diese lässt sich natürlich ermitteln. Dennoch gehe ich davon aus, dass der Ärmel am ersten Spieltag der nächsten Saison nicht bei allen 36 Clubs vermarktet sein wird.“

Bisher haben erst sieben der 36 Clubs einen Ärmelsponsor gefunden. Dazu gehören:

  • TSG 1899 Hoffenheim – proWIN Winter GmbH (Direktvertriebsunternehmen)
  • FC Schalke 04 – Allyouneed (Online-Marktplatz)
  • Eintracht Frankfurt – Deutsche Börse
  • SV Darmstadt 98 – Rowe Mineralölwerk (Schmierstoffhersteller)
  • 1. FC Kaiserslautern – Top12.de (Onlineshop und bisheriger Brustsponsor)
  • 1. FC Heidenheim – Voith (Technikkonzern)
  • SV Sandhausen – Best Water Technology (Technologieunternehmen)

    Der vollständige Artikel erschien im Onlineangebot der FAZ (veröffentlicht am 20. Mai 2017)