TV-Vermarktung im Sport abseits des Fußballs | taz.de

König Fußball thront über allen anderen Sportarten und lässt ihnen in Sachen TV-Präsenz und Vermarktung kaum Luft – dieses Vorurteil umgibt viele Entscheidungsträger diverser Sportarten, die neben dem Platzhirschen Fußball um die Gunst und Übertragungszeiten der TV-Sender buhlen.

Jan Lehmann, Managing Director DACH bei Repucom, erklärt warum Nischensportarten es gegenüber den großen Mannschaftssportarten schwer haben, wenn es um die Vermarktung von TV-Rechten geht.

„In Deutschland steht der Fußball so weit vor allen anderen Sportarten, dass sich dies auch in den Erlösen niederschlägt. Nach dem Fußball sind aktuell Motorsport, Biathlon, Boxen und Skispringen die Sportarten, für die sich Menschen hierzulande am stärksten im TV interessieren. (…) Grundsätzlich gilt sicher, dass die Preise, die am Medienmarkt erzielt werden, die Nachfrage widerspiegeln.“

Das (Live-) Streaming von Sportveranstaltungen im Internet wird daher eine immer bedeutsamere Option, um die Aufmerksamkeit der Sportfans zu erlangen. Der Deutsche Olympische Sportbund rief beispielsweise die Internetplattform Sportdeutschland.TV ins Leben, um Sportarten wie Tischtennis oder Volleyball auf einer zentralen Webseite zu bündeln. Mit Erfolg, denn das Publikum nimmt diese Nischenangebote gut an, in der Spitze über 100.000 Zuschauer rufen die Livestreams auf.

„Internetplattformen können dazu dienen, junge Zielgruppen zu erreichen, die kaum noch klassisch TV schauen. Die Relevanz solcher Plattformen wird daher weiter steigen“, ist sich Lehmann sicher.

Nichtsdestotrotz wird der Fußball in absehbarer Zeit seine Dominanz nicht einbüßen, allein schon durch seine kulturell bedingt wichtige Rolle in der Gesellschaft – man denke nur an den Gewinn der Weltmeisterschaft 1954. Im Gegensatz zu Deutschland spielen in anderen Länderen dagegen mehrere Sportarten eine wichtige Rolle.

 

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