Vermarktung der Formel 1 | Deutsche Presse-Agentur (dpa)

Vor dem Formel-1-Rennen im englischen Silverstone fragte die Deutsche Presse-Agentur bei Repucom-Vermarktungsexperte Lars Stegelmann nach, wie es um die weltweite Vermarktung der Rennserie steht und wie es gelingt, die Formel 1 gerade bei den jüngeren Zuschauern wieder attraktiver und spannender zu gestalten.

Lars_Stegelmann_148x176Lars Stegelmann, Executive Vice President  Commercial Operations bei Repucom, kritisiert, dass die Formel 1 gerade die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen zu lange außer Acht gelassen habe. Die sinkenden Zuschauerzahlen untermauern das abnehmende Interesse dieser Altersklasse an der Formel 1. Dort sieht der Repucom-Experte noch Aufholbedarf, um die Rennserie für die Zukunft zu rüsten.

Die Formel 1 benötigt neue, transparentere Konzepte. Und sie sollte sich viel mehr aus dem Instrumentenkasten der digitalen Welt bedienen. Andere Sport- und Entertainmentprodukte machen es vor und bieten über die sozialen Medien einen stärkeren interaktiven Austausch mit den Fans. Das erhöht die Popularität und steigert die emotionale Bindung zur Marke.“

Auch der Rückzug der Formel 1 aus dem Kernmarkt Deutschland ist aus Stegelmanns Sicht bedenklich, wenn es nicht zur transparenten Veränderung der strategischen Konzepte komme:

Die Formel 1 verliert dadurch an Glaubwürdigkeit. Deutschland ist weiter eine führende Nation in der Automobilbranche. Wenn in so einem Mutterland des Motorsports kein Rennen stattfindet, hat das auch eine Wirkung auf eine globale Rennserie. So sehen das auch die Sponsoren. Wenn diese ihre Märkte nicht in dem Maße erreichen, wie sie es möchten, werden sie sich nach anderen Plattformen umschauen.“

Das komplette Interview der dpa mit Lars Stegelmann lesen Sie u. a. bei sueddeutsche.de .