Die spezielle Werbekraft des Masters | Golf Insights

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Danny Townsend I RepucomEin Aspekt, der das Masters so speziell macht, ist die traditionelle und unaufdringliche Art und Weise, mit der es der ganzen Welt die Sportart Golf vermittelt. Ähnlich wie bei Wimbledon im Tennis gibt es während des Masters auf dem Platz nur eine geringe Anzahl von Sponsoring-Aktivitäten der großen Marken. Tees, Caddies und Fahnen sind lediglich mit dem berühmten Logo des Masters versehen. Bei anderen führenden Golf-Events bieten Markenplatzierungen auf diesen Plattformen zusätzliche Attraktivität für Werbepartner und sichern damit weitere Einnahmen für die Events selbst.

Exklusivität ist der Schlüssel für einen Masters-Sponsor. Der Verzicht auf Ablenkung durch Konkurrenzmarken auf dem Platz eröffnet vor allem im „Business to Business“-Bereich viel Spielraum für Maßnahmen zur Generierung von Leads auf gehobenem Level. Offizielle Sponsoren werden mit außergewöhnlichen Privilegien in den Bereichen Hospitality und Ticketing versorgt; diese gefühlt „nicht kaufbaren Leistungen“ steigern den exklusiven Charakter. Diese Tatsache, gekoppelt mit dem Marken- und Imagetransfer auf die Partner, macht das Event weltweit zu einer der attraktivsten Plattformen für Unternehmen, die Sponsoring nutzen.

Die Veranstalter des Masters sind in der Lage, Premiumsponsoren anzulocken, während zugleich die eigene Eventmarke im Zentrum des Interesses bleibt.

Zum Vergleich: Golf-Events wie die Phoenix Waste Disposal Open bieten ein anderes Portfolio, das vor allem auf Unterhaltung durch die Sportart setzt. Dies spiegelt sich auch in der Wahrnehmung der Events wieder; die Authentizität und der hohe Markenwert, die mit dem Masters verbunden werden, gehen hier etwas verloren. Man sollte niemals nie sagen, aber vor diesem Hintergrund ist es fast unvorstellbar, dass das Masters in Zukunft einmal einen Titelsponsor haben könnte. Das Masters ist sakrosankt. Andere kommerzielle Verwertungswege sind so lukrativ, dass das Ziel, die Einnahmen im
Sponsoring voranzutreiben, sekundär bleibt.