Spiel, Satz und Sieg für Wimbledon in den sozialen Netzwerken

Köln, 1. Juli 2015 – Wimbledon ist das größte und beste Grand-Slam-Turnier im Tennis – zumindest, wenn man die Interaktion mit den Fans und die Anhängerzahl in den Social-Media-Kanälen betrachtet. Das haben Untersuchungen des Fanverhaltens in sozialen Netzwerken durch Repucom gezeigt.
Addiert man die Followerzahlen bei Facebook, Twitter und Instagram, führt das Turnier in Wimbledon die Rangliste mit rund 4,4 Millionen Fans vor den French Open (3,1 Millionen) und den Australian Open (2,6 Millionen) an. Die wenigsten Follower der vier Grand Slams haben die US Open mit rund 2,1 Millionen Fans.

Die Anhänger des Wimbledon-Turniers sorgen auch für die größte Kommunikation über Twitter: Allein beim Endspiel 2014 wurden 585 000 Twitter-Beiträge abgesetzt. Im Vergleich dazu sind die generierten Twitter-Beiträge mit den populärsten Hashtags und Schlüsselbegriffen der jeweiligen Turnier-Endspiele bei den French Open (345 000), den Australian Open (335 000) und den US Open (297 000) fast um die Hälfte kleiner.

Twitter-Nennungen pro Tag und Turnier im Jahr 2014 (Messzeitraum: eine Woche vor Start, während des Turniers und eine Woche nach Turnierende)

Wimbledon twitter mentions

Die Anhänger des Wimbledon-Turniers sorgen auch für die größte Kommunikation über Twitter: Allein beim Endspiel 2014 wurden 585 000 Twitter-Beiträge abgesetzt. Im Vergleich dazu sind die generierten Twitter-Beiträge mit den populärsten Hashtags und Schlüsselbegriffen der jeweiligen Turnier-Endspiele bei den French Open (345 000), den Australian Open (335 000) und den US Open (297 000) fast um die Hälfte kleiner.

Die monetäre Bewertung von Social-Media-Inhalten durch Repucom ergab, dass ein Beitrag zu Spielergebnissen vom diesjährigen Wimbledon-Turnier einen fast 33 Prozent höheren Wert erzeugt hat als die Beiträge an vergleichbaren Eröffnungstagen der anderen drei Turniere. Betrachtet man vor diesem Hintergrund die Reichweiten, die durch „Gefällt mir“-Klicks, Kommentare und das Teilen der Beiträge entstehen, ergeben sich für Marken und Unternehmen Ansatzpunkte für die Aktivierung eines Sponsorings über soziale Netzwerke.

Simon Papendorf, Head of Digital DACH bei Repucom, sagt: „Der Einsatz von Archivmaterial und weiterem exklusivem Content – wir nennen diese Inhalte ‚Fan Storys‘ – ist ein Schlüssel für den Erfolg und die authentische Aktivierung eines Tennisturniers als Marke in sozialen Netzwerken.“
Jeder dritte Beitrag der Veranstalter des Wimbledon-Turniers hat ein Video oder Bild eingebunden. Bei den French Open ist es nur bei jedem vierten Post der Fall, bei den US Open (15 Prozent) und Australian Open (14 Prozent) ist der Anteil an Fotos und Videos noch geringer. Im Monat vor dem Turnier waren sogar nahezu 100 Prozent der Twitter-Beiträge der Wimbledon-Veranstalter mit Bildern oder Videos verknüpft.

Die Fans werden im Turnierverlauf nicht nur durch Spielergebnisse auf dem Laufenden gehalten: „Darüber hinaus bekommen sie exklusive Einblicke hinter die Kulissen direkt auf ihre mobilen Endgeräte geliefert. Die Anhänger werden so nicht nur informiert, sondern auch emotional an das Event gebunden“, erklärt Papendorf. „Diese inhaltliche Darstellung steigert außerdem den Wert dieser ‚Fan Storys‘ und spielt zusätzlich in die Karten der Social-Media-Algorithmen.“

Die hohe Interaktionsrate der Tennisfans ist für Sponsoren im Umfeld des Wimbledon-Turniers eine große Chance, um Konsumenten zu erreichen. „Gemeinsame Social-Media-Kampagnen des Veranstalters und eines Sponsors sollten in einer authentischen und nicht-werblichen Form deutlich mehr Interesse wecken und damit einen höheren Gewinn erzielen als beispielsweise traditionelle Werbung“, erläutert Papendorf.

Der Repucom-Experte verdeutlicht die zunehmende Wichtigkeit der Social-Media-Kanäle an folgendem Beispiel: „Da Sponsoringflächen auf und neben dem Tennisplatz traditionell begrenzt sind, stellt der Social-Media-Bereich für die Veranstalter die nächste Herausforderung dar, um das Event finanziell erfolgreich zu vermarkten. Dafür müssen beliebte ‚Fan Storys‘ identifiziert, bewertet und sinnvoll aktiviert werden. Eine Möglichkeit wäre eine Beitragsserie zu historischen Turnierereignissen, die durch sinnvolle Hashtags von einem Sponsor präsentiert wird.“

Twitter

Australian Open: 772,000
French Open: 1,190,000
Wimbledon: 1,543,000
US Open: 809,00

 

Facebook

Australian Open: 1,550,000
French Open: 1,680,000
Wimbledon: 2,530,000
US Open: 1,137,000

 

Instagram

Australian Open: 271,000
French Open: 210,000
Wimbledon: 288,000
US Open: 198,000

 

Übersicht aller Plattformen

tennis grand slams social comparison

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