In Deutschland ist das Interesse an den Winterspielen gesunken

Köln, 5. Februar 2014. Im Vorfeld der Olympischen Spiele in Sotschi interessierten sich die Deutschen 2013 weniger für die Winterspiele als im gleichen Zeitraum 2009 vor den Spielen in Vancouver. Der Anteil der Interessierten nahm von 51 Prozent um acht Prozentpunkte auf 43 Prozent ab. Dies ist aber kein internationaler Trend. Es gibt je nach Land starke Unterschiede in der Wahrnehmung der Olympischen Winterspiele über die vergangenen Jahre, wie die Repucom Studie SportsDNA zeigt.

„Die deutschen Sportler haben 2012/13 gerade in den beliebtesten Wintersportarten Top-Leistungen nicht in der Konstanz der vorherigen Jahre geboten. Da ist der deutsche Zuschauer sehr verwöhnt“, nennt Markus Lichti, Senior Consultant Repucom, als einen Grund für den etwas gesunken Stellenwert der Winterspiele in Deutschland. „Gleichzeitig haben die Diskussionen um die Olympiabewerbung Münchens beim ein oder anderen zu einer stärkeren Ambivalenz in der Bewertung der Winterspiele geführt“, ist sich Lichti sicher.

Da zum Zeitpunkt der Befragung im Mai 2013 die Debatten über Menschenrechte in Russland noch nicht prominent in den Medien waren, sieht der Wintersportexperte diesen Aspekt als weniger relevant für das um acht Prozentpunkte gesunkene Interesse.

Wie sehr eine erfolgreiche Bewerbung das Interesse an den Olympischen Winterspielen befeuern kann, zeigt Südkorea. Mit der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 nach Pyeongchang hat sich das Interesse in Südkorea in den vergangenen vier Jahren von 32 Prozent auf 57 Prozent nahezu verdoppelt! Grafik 2 zeigt, wie sich das Interesse an den Winterspielen in den einzelnen Ländern aus verschiedenen Gründen völlig unterschiedlich entwickelt. Für Markus Lichti gibt es in keinem Land einen festen Trend: „Je nachdem wo die Spiele stattfinden und wie viele nationale Wintersporthelden Medaillenaspiranten sind, wird das Interesse in den einzelnen Ländern zukünftig steigen wie sinken.“

Eines ist für den Repucom-Experten klar: „Der Stellenwert der Olympischen Winterspiele ist in jedem schneeaffinen Land sehr hoch. Natürlich müssen die Verantwortlichen in den olympischen Verbänden analysieren, wie und warum sich das Interesse verändert. Aber wenn am kommenden Samstag die Wettbewerbe beginnen, steht nach all den berechtigten Diskussionen in den vergangenen Monaten nun hoffentlich der Sport im Mittelpunkt. Für Millionen TV-Zuschauer gilt dann das Motto: ‚Entscheidend ist auf Schnee und Eis‘!“

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